Vom Leistungssport zum Freizeitsportler #2

Simone ist frischgebackene Biathlon-Rentnerin und erzählt euch hier ein bisschen, wie es ihr damit ergeht.


Meine ersten Monate, in denen ich nun keine professionelle Biathletin mehr bin, hätte ich mir ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt. Trotzdem konnte mich die aktuelle Situation nicht davon abhalten, endlich mal das tun zu können, was mir im jeweiligen Moment Spaß macht.
Dies bringt mich auch schon zum ersten, großen Unterschied zwischen Leistungssport und Hobbysport. Während man im Leistungssport zweimal täglich ziemlich strikt nach Trainingsplan trainiert, kann ich mir jetzt selber aussuchen, was ich trainiere, wann ich trainiere, wie lange ich trainiere, wie schnell ich trainiere, oder wo ich trainiere. Hab ich mal überhaupt keine Lust, dann mach ich halt einfach mal nichts!


Ein Phänomen, das ich schon bei vielen zurückgetretenen Ausdauer- Athleten beobachten konnte, ist das höhere Trainingstempo. Man muss nun nicht mehr darauf achten, seine vorgegebenen Pulsbereiche einzuhalten. Ganz im Gegenteil: Mein Pulsgurt ist seit Monaten sicher verwahrt. ;)Außerdem entsteht so ein Intervalltraining in Form von Fahrtenspielen ohnehin ganz von selbst!
Seit ich meine Karriere beendet habe, habe ich außerdem schon einige neue Sportarten ausprobieren können, für die ich bisher einfach keine Zeit hatte, oder die einfach nicht ins Trainingskonzept gepasst haben. Ich habe mich bereits im Tennis versucht, und habe geplant, nun öfter bouldern oder klettern zu gehen. Ich war endlich wieder öfter mountainbiken, was in den letzten Jahren auch absolut zu kurz gekommen ist.
Neue Strecken und schöne Plätze in der Heimatregion, an denen ich noch nie zuvor gewesen bin, waren auch ein schöner Nebeneffekt meines Rücktritts. Denn als Leistungssportler spult man oft immer die gleichen Strecken ab, bei denen man schon weiß, was einen erwartet.
Ich möchte jetzt allerdings nicht mehr lange über die Vergangenheit sprechen, sondern freue mich auf das Leben als ambitionierte Hobbysportlerin, denn es gibt noch so viel zu entdecken!

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